Es wiegt nur 411g: Baby, so groß wie Cola-Dose, überlebt.

Als Ashley und Jeffery Zachmayer aus dem kleinen, im US-Bundesstaat Georgia gelegenen Städtchen Dallas erfahren, dass sie ein Kind erwarten, ist die Freude bei den werdenden Eltern riesig. Nach ihrer Hochzeit ist die Gründung einer eigenen kleinen Familie ihr allergrößter Wunsch. Doch bereits in der 12. Schwangerschaftswoche entdeckt Ashleys behandelnder Arzt etwas auf dem Monitor des Ultraschallgerätes, das ihm Sorge bereitet. Doch dies ist erst der Beginn einer Odyssee, der eine Reihe weiterer unverhoffter Hindernisse folgen soll.

In der 12. Schwangerschaftswoche wird bei Ashley ein Blutgerinnsel in ihrer Gebärmutter entdeckt, weswegen ihr strenge Bettruhe verordnet wird. Die Schwangere darf fortan nur aus ihrem Bett aufstehen, wenn es tatsächlich notwendig ist. Bei einem weiteren Kontrollbesuch bei ihrem Gynäkologen in der 18. Schwangerschaftswoche ist das Blutgerinnsel jedoch wie von selbst wieder verschwunden. Ashley ist überglücklich und froh, dass sie sich nun ganz in Ruhe auf ihre Schwangerschaft konzentrieren kann. Doch es folgt ein weiteres beunruhigendes Untersuchungsergebnis.

Das kleine Mädchen, das die Zachmayers erwarten, ist unterentwickelt und wächst nicht weiter. Zudem wird entdeckt, dass Ashley zu wenig Fruchtwasser hat. Daraufhin werden die Eltern in die Obhut eines Spezialisten für Risikoschwangerschaften übergeben. Nach einem ausgiebigen Untersuchungsmarathon hält der Arzt eine niederschmetternde Diagnose für die junge Schwangere bereit. Das Baby hat bereits jetzt nur noch eine Überlebenschance von 20 %. Er bereitet Ashley auf eine baldige Fehlgeburt vor und schickt sie schließlich wieder nach Hause. Von nun an muss die Schwangere alle drei Tage zur ärztlichen Kontrolle, um feststellen zu lassen, ob das kleine Herz ihrer ungeborenen Tochter noch schlägt.

Facebook/Ashley Zachmayer

Mit jeder weiteren Untersuchung, in der Ashley das kleine pochende Herz auf dem Ultraschallmonitor ihres Arztes sieht, schöpft sie wieder neue Hoffnung. Aus den von den Ärzten zunächst vorausgesagten Tagen werden Wochen und der Herzschlag des kleinen ungeborenen Mädchens ist immer noch da, nur scheint sie sich körperlich nicht mehr weiterzuentwickeln. In der 26. Schwangerschaftswoche fällt dem Arzt während der Untersuchung jedoch auf, dass das Baby durch eine Quetschung der Nabelschnur nicht mehr ausreichend vom Körper der Mutter versorgt werden kann. Wieder soll sich die Schwangere auf eine baldige Fehlgeburt vorbereiten.

Facebook/Ashley Zachmayer

Schließlich überlassen die Mediziner den werdenden Eltern die Entscheidung über das weitere Vorgehen: Sollen sie eingreifen und das Baby auf die Welt holen? Doch dann würde das unterentwickelte Frühchen höchstwahrscheinlich nicht einmal den Stress der Geburt überleben. Oder sollen sie den Dingen ihren Lauf lassen und einfach abwarten, ob es gut oder schlecht endet? Die Ärzte raten ihr dazu, das Baby nicht auf die Welt zu holen und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Ashley weiß, dass sie ihr Kind so lange wie möglich austragen muss, denn mit jeder Woche, die zusätzlich verstreicht, werden auch die Überlebenschancen des kleinen Mädchens steigen.

Facebook/Ashley Zachmayer

In der 29. Schwangerschaftswoche bekommt Ashley schließlich heftige Wehen und bringt kurz darauf ihre Tochter Adalee auf die Welt. Das kleine Mädchen wiegt gerade einmal 411 Gramm, seine Haut ist sogar noch transparent und es ist gerade einmal so groß wie eine Cola-Dose. Die Ärzte kämpfen um Adalees Leben. Sofort nach der Geburt wird sie auf die Intensivstation des Krankenhauses gebracht. Da ihre Lunge noch nicht richtig entwickelt ist, muss das Mädchen die nächsten Wochen künstlich beatmet werden.

Facebook/Ashley Zachmayer

Drei Wochen nach ihrer Geburt beginnt Adalee schließlich selbstständig zu atmen und der Beatmungsschlauch kann aus ihrer Luftröhre herausgenommen werden. Nun haben die beiden jungen Eltern endlich die Erlaubnis der Ärzte, ihr Baby zum ersten Mal in den Armen halten zu dürfen. Der kleinen Adalee gefallen die Kuschelstunden mit ihren Eltern so sehr, dass sie dadurch immer mehr an Gewicht zulegt. Nach 106 langen Tagen im Krankenhaus darf die kleine Adalee schließlich mit ihren Eltern nach Hause. Mutter Ashley hat Adalees emotionale Odyssee in einem Facebook-Video verarbeitet.

In ihrer Entwicklung hinkt die kleine Adalee zwar noch ein bisschen hinterher, aber mit ihrem Kampfgeist hat sie diesen Rückstand ganz bestimmt schon bald wieder aufgeholt.

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