Alkoholsorte bestimmt, wie du dich beim Trinken fühlst.

Bleierne Müdigkeit, ausgelassene Partystimmung, aggressives Verhalten: Hast du dich auch schon einmal gefragt, warum du dich nicht immer gleich fühlst, wenn du Alkohol getrunken hast? Eine im Wissenschaftsmagazin BMJ Open veröffentlichte Studie des King’s College London hat nun gezeigt, dass dies an der Alkoholsorte liegen kann. Je nachdem, was du trinkst, werden demzufolge nämlich komplett unterschiedliche Emotionen bei dir ausgelöst. An der Befragung nahmen übrigens 30.000 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren teil — und das war das Ergebnis:  

Flickr/Mike Burns

Rotwein

Rotwein enthält das Schlafhormon Melatonin und ist reich an Kohlenhydraten. Diese Kombination sorgt für einen entspannten bis schläfrigen Zustand. Entsprechend gaben ganze 53 Prozent der Befragten an, sich nach dem Genuss von Rotwein gelassener zu fühlen. 

Bier

Bier hat der Studie zufolge eine ähnliche Wirkung wie Rotwein. Auch beim Gerstensaft wird das zentrale Nervensystem entspannt, was müde macht. Immerhin 50 Prozent der Teilnehmer berichteten über diese Wirkung. 

Longdrinks und Schnaps 

Flickr/Daniel Guerrero

Wodka-Lemon, Whiskey-Cola, Gin Tonic — Longdrinks sind genauso wie Schnäpse vor allem bei Partygästen beliebt. Das verwundert kaum, immerhin wirken diese Getränke auf 59 Prozent der Befragten motivierend. Zudem fühlten sich nach dem Genuss eines Longdrinks 63 Prozent der Studienteilnehmer beschwingter und 42 Prozent attraktiver. Allerdings kann auch genau der umgekehrte Fall eintreten, sodass negative Gefühle intensiver wahrgenommen werden: 30 Prozent fühlten sich bei Schnapskonsum aggressiv oder traurig. Wenn letzteres bei dir der Fall ist, solltest du diese alkoholischen Getränke zukünftig also besser meiden. 

Wirken alkoholische Getränke auf Männer anders als auf Frauen?

Flickr/Quinn Dombrowski

Diese Frage kann laut den Autoren der Studie eindeutig mit „ja“ beantwortet werden. Männer reagieren demnach ganz unabhängig von der Sorte öfter aggressiv auf den Konsum von alkoholischen Getränken. Bei Frauen hingegen gibt es ein breiteres Spektrum an möglichen Gefühlen, die durch den Alkohol ausgelöst werden.

Wie du siehst, wirkt nicht jedes alkoholische Getränk gleich. Die Stimmung vor dem Alkoholkonsum soll laut Studie übrigens keinen entscheidenden Einfluss auf die anschließenden Emotionen haben. Generell kann aber empfohlen werden, es mit dem Trinken nicht zu übertreiben: Das ist nicht nur gesundheitsschädlich, sondern — das kam durch die Befragung ebenfalls heraus — erhöht auch das Risiko für die negativen Gefühlsregungen.

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