Frau meistert Leben mit Erbkrankheit.

Tiffany Geigel musste von Geburt an kämpfen. Vor 32 Jahren kam sie im New Yorker Stadtteil Brooklyn mit einer seltenen Krankheit zur Welt, dem Jarcho-Levin-Syndrom. Diese Krankheit äußert sich durch Fehlbildungen des Skeletts, wie z.B. unterentwickelte, verwachsene Wirbel und verformte Rippen, was wiederum dazu führt, dass sich die Organe im Brustraum nicht richtig entwickeln können. Als Folge treten bei den Betroffenen meist schwere Lungenprobleme auf. Dennoch wollten Tiffanys Eltern ihrer Tochter zu einem möglichst normalen Leben verhelfen.

 

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Um ihrer tapferen Tochter eine Perspektive zu geben, meldete Tiffanys Mutter das Mädchen zu seinem dritten Geburtstag in der Rita-Hamilton-Tanzschule an. Seither hat sich Tanzen zum Lebensinhalt der jungen Frau entwickelt. Sie hat alles gelernt – von Ballett, Spitzentanz, Stepptanz über Jazz und Salsa bis Bollywood. Tiffany steht ihren Kollegen in absolut nichts nach. Selbst die Ärzte sind von ihrer Entwicklung restlos begeistert.

 

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Entgegen allen Erwartungen kann Tiffany heute ein relativ normales Leben führen. Obwohl sie nur knapp über 120 Zentimeter groß ist, hält sie das nicht davon ab, ihre Träume zu verwirklichen. Mittlerweile arbeitet sie als professionelle Tänzerin und absolvierte bereits erste Fernsehauftritte.

 

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Tiffany ist überzeugt, dass sie es nur dank des Tanzens so weit gebracht hat: „Tanzen hat mein Leben gerettet. Es hilft mir dabei, aktiv und gesund zu bleiben.“ Sie wollte immer vermeiden, dass ihr Leben von der Krankheit bestimmt wird. Und das hat sie zweifelsohne geschafft.

„Wenn Menschen meine Aufführungen sehen, kommen sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wenn sie mich sehen, denken die meisten zunächst, dass ich vollkommen unselbstständig bin. Doch dann sehen sie mich in Aktion“, erzählt Tiffany. Ihr Ziel ist es, die Menschen ihrerseits zum Träumen zu bringen. Sie sollen vergessen, dass jemand mit einer Behinderung vor ihnen tanzt. Was zählt, ist die Performance.

 

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„Ich kann nicht beeinflussen, wie mich die Menschen in der Öffentlichkeit wahrnehmen, aber wenn ich auf der Bühne stehe, kann ich ihre Wahrnehmung verändern. Man sieht es in ihren Gesichtern, wie überrascht sie sind. Ich finde es toll, dass es sie so schockiert und sie sich danach ein wenig für ihre falschen Annahmen über Menschen mit Behinderung schämen. Man sollte eben keine voreiligen Schlüsse ziehen“, so Tiffany.

Tiffany ist der lebende Beweis dafür, dass man alles erreichen kann, wenn man nur hart genug daran arbeitet. Egal, ob du gesund geboren wirst oder nicht, nimm dein Leben selbst in die Hand und lasse dich niemals von deinem Ziel abbringen! Auch du kannst es schaffen.

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