Kultfilme: 8 Schauspieler, die sich für ihre Rolle schämen

Kultfilme zeichnen sich meist auch dadurch aus, dass die mitwirkenden Schauspieler ihrer Rolle nicht nur Leben eingehaucht haben, sondern sie geradezu verkörpern – welcher Fan der ersten Star-Wars-Trilogie denkt bei Mark Hamill nicht sofort an Luke Skywalker?

Eine überraschende Tatsache ist jedoch, dass etliche von Kinogängern heiß geliebte Filmfiguren nicht unbedingt von ihrem jeweiligen Darsteller gemocht wurden. Die folgenden acht Schauspieler schämen sich geradezu für ihre Rolle – ungeachtet vom Erfolg oder Kultstatus des Films:

1.) Halle Berry — Catwoman

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Zugegeben, im Falle von Catwomen ist es keine besondere Überraschung, dass Halle Berry nicht besonders stolz auf ihre Rolle ist. Schließlich wurde der Film nicht nur von Kritikern zerrissen. Auch an den Kinokassen floppte er deutlich, sodass nicht einmal die Produktionskosten eingespielt wurden. Halle Berry bekam sogar den Schmähpreis „die Goldene Himbeere“ in der Kategorie „Schlechtester Schauspieler“ verliehen. Immerhin nahm sie den Preis persönlich entgegen und hielt eine bemerkenswerte Dankesrede: „Ich möchte Warner Bros. dafür danken, dass sie mir die Möglichkeit gaben, in diesem schrecklichen Film mitzuwirken.“

2.) Sean Connery — James Bond

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Im Gegensatz zu Catwomen sind alle James-Bond-Filme, in denen Sean Connery mitgewirkt hat, nicht nur finanziell ein voller Erfolg gewesen. Der charmante Schotte war der erste James Bond und legte das Fundament für alle späteren Filme, weshalb er als Archetyp des souveränen Agenten ihrer Majestät gilt. Sean Connery selbst entwickelte mit der Zeit jedoch eine eher zwiespältige Einstellung zu 007. Obwohl ihm diese Rolle zu seinem Durchbruch als Schauspieler verhalf, stammt von ihm unter anderem folgendes Zitat: „Ich habe diesen verdammten James Bond immer gehasst. Wie gern würde ich ihn umbringen.“

3.) Cher — Burlesque

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Die Popikone Cher spielt im Film Burlesque die Theaterinhaberin Tess, die regelmäßig Tanzshows veranstaltet. Eines Tages taucht eine junge Frau in ihrem Etablissement auf, die sich als wahres Gesangstalent entpuppt und zudem noch wunderbar tanzen kann. Leider ist die Handlung des Films im Gegensatz zu den furiosen Musikeinlagen recht fad. Cher urteilte selbst folgendermaßen: „Dieser Film hätte viel besser sein können. Es macht mich wirklich traurig, dass er so geworden ist, wie er ist.“

4.) George Clooney — Batman & Robin

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Aufgrund der Beliebtheit von George Clooney und der Comicfigur Batman müsste man eigentlich meinen, dass nicht viel schiefgehen kann, wenn der Frauenschwarm Clooney den „dunklen Ritter“ mimt. Das hatte auch der mittlerweile 58-Jährige Weltstar geglaubt. Doch der Film floppte grandios: „Ich muss zugeben, dass ich wirklich gedacht habe, dass nach diesem Film kein neuer Batman-Film mehr gedreht werden würde ... Ich hatte die Rolle angenommen, weil ich glaubte, dass sie meiner Karriere förderlich wäre. Es kam aber alles anders.“

5.) Harrison Ford — Star Wars

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Harrison Ford und Han Solo – dazu muss man eigentlich nichts mehr sagen. Diese Rolle verhalf dem Filmstar zu seinem Durchbruch. Vor allem wegen seiner Ecken und Kanten wird die Figur Han Solo von vielen Fans verehrt. Harrison Ford selbst hat jedoch keine hohe Meinung vom Weltraumschmuggler: „Ich mag es nicht, dass Han Solo als Held gesehen und bewundert wird. Er ist dumm wie Brot. Er hat zwar ein gutes Herz, aber er ist auf jeden Fall als Protagonist nicht so interessant wie Indiana Jones.“

6.) Will Smith — After Earth

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Will Smith hat in vielen guten Filmen mitgespielt. After Earth gehört nicht dazu. Zumindest hat der Misserfolg dem weltberühmten Schauspieler dabei geholfen, persönlich zu reifen: „After Earth war für mich eine sehr wichtige Lektion. Schmerzhafter hat sich Scheitern während meiner gesamten Karriere noch nie angefühlt. Vor allem auch deshalb, weil mein Sohn daran beteiligt war und ich dafür verantwortlich bin.“

7.) Ben Affleck — Daredevil

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Ben Affleck hat nicht nur in zahlreichen Filmen mitgespielt, sondern auch Regie geführt, Drehbücher geschrieben und Filme produziert. Das hat ihm sogar schon zwei Oscars eingebracht. Dem stehen andererseits auch einige Misserfolge gegenüber. Sein größter Fehler war seiner Ansicht nach die folgende Rolle: „Der einzige Film, den ich wirklich bereue, ist Daredevil. Ich komme nicht darüber hinweg: Ich liebe die Story und die Filmfigur. Dass das ein großer Reinfall war, werden ich nie vergessen.“

8.) Robert Pattinson — Twilight

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Ähnlich wie Harrison Ford kann auch Robert Pattinson keine besondere Sympathie für seine bisher charakteristischste Filmfigur, den Vampir Edward aus der Romanverfilmung Twilight, aufbringen. Aber nicht nur seine Rolle, sondern das Twilight-Universum an sich sowie der Twilight-Hype, der sich gebildet hatte, mündete bei Robert Pattinson in eine ausgeprägte Abneigung, die der heute 33-jährige Schauspieler in vielen Äußerungen durchblicken lässt: „Wenn Edward keine Kunstfigur wäre, wenn man ihn im wirklichen Leben kennenlernen würde, dann würde man ihn für einen Axtmörder halten ... Wenn ich kein Darsteller in den Filmen wäre, sondern nur davon gehört hätte, dann würde ich Twilight leidenschaftlich hassen.“

Nun, auch Schauspieler müssen in den sauren Apfel beißen und manchmal Angebote annehmen, die sie unter anderen Umständen nicht angenommen hätten. Hauptsache, sie haben ihr Bestes gegeben.

Quelle:

brightside

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