Im Schnee eingefrorener Katze wird das Leben gerettet.

Die Ärzte der Tierklinik in Kalispell in Montana (USA) sind bei ihrer Arbeit so einiges gewohnt, aber manchmal sind auch sie erleichtert, wenn einer ihrer Patienten es schafft, sich aus einem furchtbaren Elend herauszukämpfen. Besonders im Winter kann es vorkommen, dass Haustiere, die es gewohnt sind, allein herumzustreifen, dabei von Schnee und Eis überrascht werden und es nicht rechtzeitig zurück nach Hause schaffen.

Als die Tierärzte Fluffy zum ersten Mal sahen, erschraken sogar sie: Die Katze war reglos und kalt, ihr dichtes Fell völlig mit Schnee- und Eisklumpen durchsetzt. Ihre Besitzer hatten sie in diesem jämmerlichen Zustand draußen gefunden und sofort in die Klinik gefahren.

Die arme Katze rührte sich zwar nicht und wirkte buchstäblich steifgefroren, aber durch ihr Stethoskop konnte Andrea Dutter, die Leiterin der Klinik, einen schwachen Herzschlag wahrnehmen. Fluffy war noch am Leben, also musste schnell gehandelt werden.

Ihre Körpertemperatur lag bei nur noch 32 °C – für Katzen sind etwa 38 °C ein gesunder Normalzustand. Sie musste schnellstmöglich von den festgefrorenen Schneeklumpen befreit und gründlich aufgewärmt werden.

Die Helfer gossen stetig und vorsichtig warmes Wasser über das Tier und schmolzen so den Schnee und das Eis aus seinem Fell. Dann wärmten sie den ausgekühlten Körper mit Heizkissen, erhitzten Handtüchern und warmer Luft aus einem Föhn.

Sie schafften es schließlich, Fluffys Körpertemperatur weit genug zu stabilisieren, sodass sie ihr über eine Infusion Medikamente zuführen konnten. Zum Glück war die Katze jung, kräftig und immer noch voller Überlebenswillen.

Fluffy sah man die durchlittenen Strapazen deutlich an, aber sie erholte sich schnell, und nach einigen bangen Tagen konnten ihre Menschen sie wieder mit nach Hause nehmen – zu mehr Ruhe und Erholung, umgeben von Wärme, weichen Decken und viel Fürsorge.

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