15 Momente, in denen auch Polizisten lachen mussten

Wer eine Weile im Polizeidienst arbeitet, dem ist nichts Menschliches mehr fremd. Zum Ende eines langen Tages muss dann alles, was passiert ist, in einem Bericht festgehalten werden – und manches davon gelangt in Form von Polizeimeldungen in die Tageszeitungen.

Viele dieser Meldungen sind sehr ernst und auch oft bedrückend. Umso mehr freut man sich über Berichte, denen anzumerken ist, dass sich auch die Schreibenden selbst das Kichern nicht verkneifen konnten. Die folgenden Meldungen zählen sicher zu denen, die noch lange in der Polizeikantine die Runde machen werden.

1.) Die bissige Seniorin

Eine 100 Jahre alte Frau wurde in Essen von zwei Trickbetrügerinnen attackiert. Doch was die Kriminellen für ein leichtes Opfer hielten, erwies sich als äußerst streitbare Dame: Nachdem sie die Angreiferinnen erst mit ihrem Rollator auf Abstand halten konnte, biss sie, so lautete es in der Polizeimeldung, „furchtlos und entschlossen“ in den Unterarm der einen Frau und schrie dann laut um Hilfe. Die Räuberinnen ließen von ihr ab und flüchteten.

2.) Die Landplage

Weil er sein Handy darin verloren hatte, soll ein 16-jähriger Junge versucht haben, einen Teich leer zu pumpen. Nachdem der örtliche Angelverein es abgelehnt hatte, zur Bergung des Mobiltelefons einen Taucher zu engagieren, fanden sich plötzlich zwei Abwasserpumpen im Teich. Eine davon führte auf einen Acker, die andere in ein Toilettenhäuschen. Der entstandene Schaden wurde zur Anzeige gebracht.

3.) Die Staubsauger-Katze

Als eine Frau unerklärliche Geräusche aus der Wohnung über sich hörte und Einbrecher vermutete, rief sie Polizei. Die Beamten sahen in der Wohnung nach, aber dort war kein Mensch, nur eine Katze und ein laufender Staubsauger – das Tier war wohl auf die Starttaste gesprungen. „Stecker gezogen. Katze zur Ruhe ermahnt“, hieß es im Einsatzbericht.

4.) Der Notwehr-Tee

Als zwei Räuber mit einer Schusswaffe einen Berliner Imbiss überfielen und die Einnahmen aus der Kasse verlangten, hatten sie sich das falsche Opfer ausgesucht. Dem resoluten 50-jährigen Imbissbesitzer platzte der Kragen: Er warf eine Kanne heißen Tees nach den Männern und traf den einen mitten ins Gesicht. Zwar löste sich ein Schuss aus der Waffe, aber zum Glück wurde niemand verletzt, die verhinderten Räuber ergriffen die Flucht.

5.) Die Waschbär-Randale

Ein alkoholisierter Waschbär war der Grund für zwei Polizeieinsätze in Münden. Den Beamten fielen „deutlich torkelnde Bewegungen“ des Tieres auf. Beim nächsten Anruf der Anwohner fanden sie den Waschbären in einem Gebüsch, wo er seinen Rausch ausschlief. Er hatte wahrscheinlich vergorene Lebensmittel aus einer Mülltonne gefressen, doch „eine Alkoholkontrolle war nicht möglich“.

6.) Giftalarm zur Weihnachtszeit

In einem Postverteilzentrum in Pinneberg bei Hamburg kam es zur Panik, als ein rätselhaftes weißes Pulver aus einem Päckchen rieselte. Weil die Substanz bei einem Postmitarbeiter angeblich Juckreiz ausgelöst habe, alarmierten die Postler die Polizisten. Nachdem das Pulver von Feuerwehrleuten mit Atemschutzgeräten gesichert worden war, gab es schnell Grund zur Entwarnung. Es handelte sich um selbst gemachten Vanillezucker, den eine Frau an ihre Mutter geschickt hatte, damit diese damit Weihnachtskekse backen konnte.

7.) Die Eierdiebin

Eine Frau ist mit 93 geklauten Überraschungseiern in ihrem Rucksack erwischt worden. Sie und ihr Komplize flüchteten in verschiedene Richtungen und nur die Frau konnte vom Ladenbesitzer gefasst werden. Was sie mit all den Eiern vorhatte, sagte sie bei der Vernehmung nicht.

8.) Viel hilft viel

Eine Frau versuchte, die beachtliche Menge von 49 Tuben Gebisshaftcreme aus einem Supermarkt zu stehlen. Eine entschlossene Kassiererin stellte die Diebin noch auf dem Parkplatz. Die 27-Jährige behauptete bei der Polizei, sie habe mit dem Diebesgut ihrer Großmutter eine Freude machen wollen.

9.) Der Nichtschwimmer

Auf der Flucht vor der Polizei brachte sich ein Einbrecher in eine missliche Lage. Die Beamten hatten das Haus umstellt, also sprang der 49-Jährige aus dem Fenster in den Fluss Lippe – ohne schwimmen zu können. Die Polizisten zogen den Mann aus dem Wasser und retteten ihm mit seiner Verhaftung wahrscheinlich das Leben.

10.) Der entlaufene Nandu

Im unterfränkischen Kreis Bad Kissingen sorgte ein entlaufener Nandu für Aufregung. Mehrere Anwohner sahen den großen Landvogel auf ihren Grundstücken und riefen die Polizei. Auch der Nandu-Besitzer beteiligte sich an der aufgeregten Vogelsuche.

11.) Der Schuh-Fan

Ein etwa 45 Jahre alte Mann wurde an einem frühen Morgen dabei ertappt, wie er aus einem Schuhschrank Ballerina-Schuhe stahl. Eine Anwohnerin verfolgte ihn über mehrere Straßen, doch der Dieb konnte sich immer wieder losreißen und mit insgesamt drei Ballerina-Schuhen entkommen.

12.) Die verirrte Kuh

Eine entlaufene Kuh drang in einen Supermarkt ein und verwüstete den Eingangsbereich. Als die Polizei eintraf, fanden sie das verwirrte Jungtier in der Bäckereiabteilung vor. „Trotz eindeutiger Aufforderungen war es allerdings nicht gewillt, seinen Einkaufsbummel abzubrechen. Auch die Tatsache, dass es einziger 'Kunde' war, störte das Rindvieh nicht“, schrieben die Beamten in einer Meldung. Der Besitzer konnte das Tier schließlich mit einem Lasso einfangen und zur Mutter auf die Weide zurückbringen.

13.) Der wandernde Becher

Polizisten sehen in ihrem Job jeden Tag und jede Nacht etwas Neues: „Während nächtlicher Ermittlungen kam ein Joghurtbecher auf die Beamten zugewackelt“, steht wortwörtlich in einem Polizeibericht. Bei näherer Untersuchung stellte sich der wandernde Müll als putziger Anwohner heraus. Als man den Becher anhob, kam ein deutlich erleichterter Igel zum Vorschein, der seinen Kopf so tief in den Joghurtbecher vergraben hatte, dass er darin stecken geblieben war. Die Beamten setzten den entbecherten Igel auf freien Fuß.

14.) Die Schmuggel-Oma

Weil sie der Bank bei einer Überweisung nicht vertraute, hatte eine 78-jährige Frau versucht, insgesamt 41.000 Dollar Bargeld (gut 37.000 Euro) zu schmuggeln. Dem Flughafenpersonal in Detroit erzählte sie, sie hätte nur 200 Dollar Bargeld bei sich, jedoch fand man dann 8.000 Dollar allein in ihrer Geldbörse. Nach und nach fanden die Zollbeamten den ganzen Betrag in ihrer Kleidung, davon hatte sie 2.000 Dollar in ihren Büstenhalter eingenäht. Da es sich um einen Bargeldschmuggel in großem Umfang handelte, ist die Dame jetzt leider das ganze Geld los.

15.) Der Lauscher an der Wand

Weil er vor seinen Einbrüchen immer an den Wohnungstüren lauschte, um sicherzugehen, dass auch niemand daheim ist, konnte ein französischer Serientäter anhand seines Ohrabdrucks identifiziert und überführt werden. Beim Lauschen an der Tür hinterließ der 31-Jährige DNA-Spuren, über welche die Polizei ihn finden konnte.

Einfach herrlich! Den Verrücktheiten, denen Polizisten tagtäglich begegnen, sind wirklich keine Grenzen gesetzt – denn den Leuten fällt ständig etwas Neues ein.

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